Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist nicht nur, wie auf der Kreistagssitzung gestern festgestellt wurde, der mit den bundesweit meisten Eseln. Einer heutigen Meldung der EJZ ist zu entnehmen, dass die Demokratie in dieser Region im Vergleich zum übrigen Niedersachsen pumperlXund ist: Landesweit nimmt das Interesse der Bevölkerung an aktiver Teilnahme in der Kommunalpolitik signifikant ab. Nicht so in Lüchow-Dannenberg: Der kleinste LK ist Spitzenreiter mit 24,4 Kandidaturen pro 1000 Einwohnern, der nächstfolgende liegt abgeschlagen unter 20, die Schlusslichter krauchen bei 2,4 Kanditaten herum.
Dass der demokratisch vitalste Landkreis im Land noch längst nicht zum alten Eisen gehört, sondern das Zeug hat, eine beispielhafte Entwicklung für zukunftsfähiges Leben auf dem Land und die Weiterentwicklung demokratischer Kultur auf den Weg zu bringen, das lässt die breite Rückendeckung durch die Kommunalpolitiker auf die gestern vorgestellte Zukunftskonferenz DAN21+ hoffen.
Diese partizipatorische Teilnahme von Bürgern an der Gestaltung ihres Gemeinwesens entspricht einer dritten Säule der Demokratie, wie sie z.B. von Christian Felber in seinem Buch “Gemeinwohl-Ökonomie” gefordert wird, neben der bestehenden repräsentativen Demokratie und dem Element der direkten Demokratie über Volksabstimmungen. Verfolgt man, wie gerade in der EU (Stichwort ESM) die Grundfesten unserer Demokratie ausgehebelt werden, dann wird deutlich, wie brisant die allgemeine gesellschaftliche Situation ist und wie essenziell, sich einzubringen für eine Neuordnung, die den Menschen anstatt der (Finanz-)märkte in den Mittelpunkt stellt.
Die wendländischen Esel mögen mit ihrem Dickkopf schon so manchem auf den Zeiger gegangen sein; ob sie auch gemeinsam wegweisende Lösungen auf den Weg bringen, werden wir in wenigen Monaten wissen. IA!
Ich schmeiß mich weg vor Freude – Du schreibst so gut, Simone!