Ist der Kreis noch zu retten? Beitrag von HELMUT KOCH

Ist der Kreis noch zu retten?, fragt sich immer noch Helmut Koch

In unser aller Lokalzeitung kommentiert Jens Feuerriegel „Nicht viel wert“ und stellt fest, daß dem Aufruf Michael Panknins vor Wochen nur wenige folgten und bisher ganze 3265 Euro erbracht habe. Und er schließt daraus: Die Aktion ist ein Flop. Und er fragt, wo die Beiträge der Unternehmen, die sich auch in großer Zahl für den Kreiserhalt ausgesprochen haben, bleiben. Aber auch sonst meint er, es sei nicht mehr viel zu hören von der Bürgerbewegung zum Kreiserhalt. Dann greift er die Debatte um eigennützige Motive einiger Akteure auf.

Natürlich haben Leute die den Kreis erhalten wollen eigennützige Motive – was denn sonst? Jene Verwaltungsangehörige, die sich möglichst schnell in einen anderen Kreis retten wollen, handeln ja auch im Bestreben ihre wohldotierten Posten zu erhalten. Aber Recht hat Jens Feuerriegel, wenn er fragt, wo die Beteiligung der Firmen bleibt. Hallo! Interessengemeinschaften, Verbände, Innungen… ist euch das alles egal – alles nichts wert?

Jens Feuerriegel beklagt – zu recht – das Wirrwar der Vorschläge und Positionen. Nur stellt er leider nicht die Frage: „Wie kommt das?“ Da wird Herr Schünemann endlich deutlicher: Er wird einer Entschuldung nur zustimmen, wenn der Kreis aufgelöst wird. Eine weitere Nebelbombe des Innenministeriums nach widersprüchlichen Informationen, gescheiterten Gesetzen und unklaren Vorschlägen. Das ist das Futter mit dem die Landesregierung die Lokalpolitik, die Verwaltung und unsere Lokalzeitung füttert. Ganz offenbar mit dem Ziel, jeden konkreten Plan zu verhindern. Geht es nach Schünemann – dem Minister Fürchterlich, dessen Bilanz von fehlender Gesetzeskenntnis und Härte gegen alles was anders ist als er selber, gekennzeichnet ist – sollte aus Lüchow-Dannenberg schnell ein weißer Fleck auf der Landkarte werden – und in dem weißen Fleck verschwindet der Atommüll auf wundersame Weise…

Um den Möglichkeiten noch eine draufzusetzen: Wer braucht eigentlich Samtgemeinden? Was machen die, was die Gemeinen und der Kreis nicht selber können?
Gerne verbreitet die EJZ in Titelgeschichten über die Hoffnungslosigkeit eines Kreiserhalts, weil ja in Hannover alle dagegen sind. Wie wäre es mit mehr Lokal-Patriotismus?
Aber was bedeuten die Ansagen Schünemanns für alle die den Kreis erhalten wollen? Weniger als es scheint. Wer will schon Lüchow-Dannenberg am Hacken haben? Uelzen, Lüneburg? Doch wohl nur mit Zwang oder einer fetten Belohnung. Die könnte man auch…
Im Januar sind Wahlen. Ob der alte oder ein neuer Innenminister wirklich den Kreis Lüchow-Dannenberg als erstes Problem sieht? Da wird es doch, wenn überhaupt, nur um eine gesamte Neuordnung des Landes gehen.

Das ändert an den aktuellen Schulden Lüchow-Dannenbergs natürlich nichts. Dabei ist die Haushaltslage – das strukturelle Defizit – in Vielem durch Bundes- und Landespolitik bedingt (Sozialausgaben).

Den Leitbildern des Herren Schünemann und seiner Vorgänger, hat Lü-Dan übrigens noch nie entsprochen – und das wird es auch nie, weil die Lebensverhältnisse hier eben anders sind. Eine Gebietsreform wird nichts daran ändern. Aber es gibt es Gebote der Verfassung, die Land und Bund seit Jahrzehnten ignorieren. Dagegen muß jetzt endlich geklagt werden – ohne sich davon eine kurz- oder mittelfristige Änderung zu erwarten.
Politik und Verwaltungen im Kreis haben schon viele Böcke geschossen. Es gibt keinen Grund sie dafür zu belohnen. Doch sie sind – siehe oben – nicht an allem Schuld. Es gibt noch viele Reformmöglichkeiten – auch ohne sozialen Kahlschlag – wenn die Genannten endlich bereit sind, kooperativ die unangenehmen Dinge anzupacken. Da werden wir in Zukunft auf einiges Liebgewordene verzichten müssen.

Jens Feuerriegels Anmerkung, daß derzeit in Sachen Kreiserhalt der See stille ruht, ist richtig. Aber warum ist das so?

Die engagierten Bürger sind keine erfahrenen „Kampagneros“. Teils naiv, teils unerfahren und sehr wohl von Kommentaren und Äußerungen der Kommunalpolitik (und der Presse) beeinflußbar. Sie lassen sich schnell in Gremien und Treffen einbinden, die, wie fast immer, in der Konsequenz ergebnislos bleiben. Andererseits sind viele der für die Kreisentwicklung genannten Ansätze nicht kurzfristig, nicht auf schnelle öffentliche Erfolge orientiert.

Es ist den initiativen Bürgerinnen nicht gelungen, den konservativen Teil der Bevölkerung einzubinden – zumal Teile der CDU und SPD den Kreis offenbar nicht erhalten wollen. So jedenfalls der Anschein. Soli, Linke und Grüne sind nicht Willens hier parteiübergreifend zu wirken – im Gegenteil. Im Konkreten verlaufen sie sich schnell in den alten Gräben – haben sie doch die Chance nach der letzten Kommunalwahl endlich auf Anders-“gläubige“ zuzugehen, ungenutzt verstreichen lassen. Ja, es gibt sie tatsächlich, die Themen neben Gorleben.

Offenbar haben viele politische Akteure aller Richtungen die Glocke zur letzten Runde noch nicht gehört. Wegducken – die liebste Übung der letzten Jahrzehnte – reicht jetzt nicht mehr. Übrigens, im Falle einer Fusion: Vettern- und Kirchturmwirtschaft gibt es in Lüneburg und Uelzen genauso wie hier. Nur dann werden unsere „Kirchtürme“ sehr weit weg und sehr klein sein. So eine Fusion, wird nebenbei gesagt, auch sehr viel Geld kosten. Mit diesem Aufwand kämen wir bei der Entschuldung schon recht weit. Doch das wird uns keiner geben. Jedenfalls kein Schünemann.

Was tun? „Wenn Du Hilfe suchst, findest Du die besten Helfer am Ende Deiner Arme“ oder kurz: „Hilf dir selbst“.

Aber wie? Diverse Initiativen köcheln so vor sich hin. Nicht jedem wird alles zusagen – aber das ist ja auch nicht nötig.

Wichtig finde ich, daß die Unterschriftensammlung auf www.dan-ke.org weitergeht.

Wichtig finde ich, daß jeder seine Nachbarn, Freunde, Kollegen anspricht. Nicht nur die Verantwortung bei anderen suchen und finden. Selbst wenn wir „Schuldige“ ausmachen können, was nutzt das? Nichts.

Wir sind für Banken so uninteressant, daß wir bei unseren paar Milliönchen Schulden die Rettungsschirme selber aufspannen müssen.

So finde ich immer noch die Initiative von Michael Panknin, dem Kreis Geld zur Entschuldung zu schenken wichtig. Auch wenn JF hier einen Flop konstatiert, wo ist seine Alternative? Vielleicht fehlt die nötige Öffentlichkeitsarbeit. Aber die kostet Geld. Geld das man auch gleich dem Kreis schenken könnte. Also, ran an den Geldbeutel – oder steht dem wieder die wendländische Sparsamkeit entgegen? Oder: Geiz ist geil?
Vielleicht wird es ja nicht viel, aber vielleicht schafft es den Spielraum wenigstens eines der gefährdeten sozialen oder kulturellen Projekte zu sichern.
Hier die Konten: Landkreis Lüchow-Dannenberg, Sparkasse Konto 440 500 94 – BLZ 258 501 10 oder Postbank Hannover 99 55 303 – BLZ 250 100 30 mit dem Text „Schenkung zur Entschuldung des LK Lüchow-Dannenberg“
Übrigens Summe: Ab 100 Euro muß der Kreisausschuß sich mit einer Schenkung befassen…

Helmut Koch

Dieser Text ist auch auf www.zero-wendland.de unter “Nicht gedruckt” zu finden.

Lösungen aus Wittstock, Friesland und San Bernardino in Kalifornien

In Wittstock in Brandenburg, mit 37km/qm noch dünner besiedelt als Lüchow-Dannenberg, begreift sich die Verwaltung als Dienstleister und sucht mit einer mobilen Amtsstube erfolgreich Bürgernähe.

Der Landkreis Friesland führt die Piraten-Software “Liquid Feedback” ein, damit alle Bürger an politischen Entscheidungen mitwirken können. Ob das aber für Menschen funktioniert, von denen die meisten eher selten vorm Rechner sitzen, bezweifle ich etwas.

Und in San Bernardino in Kalifornien sind die Leute ganz realistisch und erklären Konkurs. Sie wollen den finanziellen Neustart und kriegen den auch. Warum in Deutschland Kommunen nicht Konkurs gehen dürfen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Erst dann würden Privatinvestoren nämlich zögerlicher und vorsichtiger werden, öffentliche Aufgaben auf Basis sogenannter “Public Private Partnerships” zu übernehmen. Weil es eben keine Garantie mehr dafür gäbe, dass das Geld wirklich zurückfließt. Und langfristige gesellschaftliche Risiken und Verantwortungen würden auch wieder mehr von der Gesellschaft getragen werden müssen.

Einsparliste – Beitrag von THORSTEN HENSEL

Am Freitag wurden in der Elbe-Jeetzel-Zeitung Details aus den Sparvorschlägen der Kreisverwaltung vorgestellt. Diese wurden vom Redakteur Jens Feuerriegel sehr plakativ mit “Giftliste” und dem entsprechenden Warnzeichen versehen. Wie gesagt: Es sind Vorschläge und keine Beschlüsse! Einige Sparvorschläge sind weder sozial gerecht noch nachhaltig. Aber wenn wir die Eigenentschuldung erreichen wollen, brauchen wir den Rückhalt der Bevölkerung und diesen erreichen wir nur, wenn es sozial ausgewogen und nachvollziehbar ist. Wenn wir den Kreiserhalt schaffen, dafür aber das Frauenhaus und die Musikschule geschlossen werden, wird der Sieg zum Eigentor.

Doch der Reihe nach:

– Jagdsteuer um fünf Prozent erhöhen brächte 55.000 Euro. Die Jäger sind sehr wichtig für den Tier-/Wildbestand in unserem Landkreis und viele auswärtige Jäger fahren in unseren Landkreis und geben hier viel Geld aus. Würde ich eher ablehnen.

– Zuschuss zur Musikschule um zehn Prozent kürzen, brächte 25.000 Euro. Die Kreismusikschule ist sehr wichtig für die musikalische Ausbildung unserer Kinder. Wir haben den Vorteil, noch viele kleine Schulen zu haben, wo die Kinder besser lernen können als in den Schulen der Großstädte. Trotzdem sind die Fahrzeiten zu den Schulen recht hoch. Kürzung würde ich eher ablehnen.

– Fahrradbus zur Kulturellen Landpartie und den Rufbus nach Dömitz streichen, brächte 21.500 Euro.

Der KLP-Fahrradbus wird ausschliesslich aus den Fahrgeldeinnahmen und den Kreiszuschüssen bezahlt. Die Fahrgeldeinnahmen decken ca. 15% der Kosten, die KLP zahlt keinen Cent für den Bus! Der Rufbus nach Dömitz wird ebenfalls nur zu einem geringen Teil aus den Fahrgeldeinnahmen bezahlt. Den Großteil der Kosten teilen sich Landkreis, Samtgemeinde Elbtalaue/Stadt Dannenberg und die Stadt Dömitz.

Die Kosten für den KLP-Bus und den Dömitzer Bus sind etwa gleich hoch, obwohl der KLP-Bus nur an acht Tagen und der Dömitzer Bus jeden Tag im gesamten Jahr fährt.

Im Prinzip der Nachhaltigkeit wäre ich dafür, die Zuschüsse zum KLP-Bus zu streichen und stattdessen die ganzjährigen Busverbindungen im KLP-Buch zu veröffentlichen und zu bewerben. Der Bus nach Dömitz hingegen sichert ganzjährig die ÖPNV-Verbindung nach Mecklenburg. Diese sollten wir nicht aufgeben bis es noch attraktivere Verbindungen gibt. Einsparung: ca.10.000 Euro.

- Bis zu zehn neue Blitzer brächten 600.000 Euro. Bisher war von fünf Blitzern die Rede, die 600.000 Euro bringen würden. Blitzer sind nicht besonders beliebt. Wir haben aber hier im Landkreis eine Zunahme von 10% mehr Unfallverletzen zu beklagen, während in Uelzen oder Lüneburg im gleichen Zeitraum um 10% zurückgegangen sind! Dies liegt daran, weil in Uelzen relativ viel und bei uns sehr wenig geblitzt wird. Wer sich an die Verkehrsregeln hält, braucht nicht zu zahlen. Die Zahl von 600.000 Euro für jetzt 10 statt 5 Blitzer gilt es aber zu hinterfragen. Lieber mehr Blitzer als die Musikschule oder soziale Einrichtungen zu gefährden. Einsparung: mindestens 600.000 Euro.

- Zusammenlegung im Tourismus würde 50.000 Euro bringen, ebenso eine Stellenreduzierung beim Naturpark. Tourismus ist wichtig für uns und wir brauchen auch eine kreisweite Tourismusgesellschaft. Könnte die aber nicht bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt sein? Selbst im heutigen App-Zeitalter werden Übernachtungsanfragen in den Info-Büros häufig nicht online, sondern von Hand erledigt. Es gibt eine Tourismusgesellschaft, unzählige Tourismusvereine und viele Einzelkämpfer. Wir brauchen eine Zusammenlegung/Fusion im Tourismus, die aber auch mehr Qualität und Übernachtungsgäste bringt. Einsparung: 50.000 Euro.

- Zuschüsse für soziale Einrichtungen wie Frauenhaus, Suchtberatung um zehn Prozent streichen, brächte 44.500 Euro. Bei den ärmsten und geschlagensten Menschen zu sparen, ist asozial! Keine Einsparungen!!

- Einsparungen bei Eingliederungshilfe, Heimpflege etc. brächten 200.000 Euro. Kann ich nicht beurteilen, aber die Kommunen sollen durch die Änderungen beim Fiskalpakt als Ausgleich mehrere hunderttausend Euro Zuschüsse von den Ländern bekommen. Einsparung ja, aber nicht auf Kosten der Betroffenen!

– Einsparungen bei Förderschulen und Schülerbeförderung brächten zusammen 115.000 Euro. Die Zusammenlegung der Förderschulen in Lüchow und Dannenberg würde rund 90.000 Euro bringen, der Rest wäre die wegfallende Schülerbeförderung. Ist in Ordnung, wenn die Kinderversorgung gewährleistet ist.

Aber bei der Schülerbeförderung liesse sich noch viel Geld mehr einsparen, wenn eine zentrale Stelle den Schulen ihre Schulanfangs-und endzeiten vorgeben würden, damit möglichst wenige Busse fahren müssen.

Das müssen Lehrer und Eltern mal zu Gunsten der Allgemeinheit über ihren Schatten springen, aber wenn wir die Musikschule und die sozialen Einrichtungen erhalten wollen, geht es nicht anders!

Zusätzliche Einsparung: ca. 400.000 Euro.

-Landkreis-Personal Einsparungen pauschal 100.000 Euro. Da müssen die Lohnerhöhungen jedes Jahr dabei berücksichtigt werden!!! Besser wäre es, wenn jeder Fachdienst des Landkreises eine gewisse Summe, z.B. 10.000 Euro einsparen muss. Entweder durch Sachleistungen oder Personal. Es werden immer noch zu viele unsinnige Beschlüsse in den Fachausschüssen des Kreistages beschlossen, die mindestens 100.000 Euro wert sind. Einsparungen ja, aber entweder über Sachleistungen oder Personal.

- Jugendhilfe streichen, brächte 312.000 Euro. Kann ich nicht beurteilen, müssten man sich genauer angucken.

Mehreinnahmen:

- Stadt Lüchow beteiligt sich an den Kindertagesstätten mit 338.000 Euro.

- Günstige Steuerentwicklung brächten 700.000 Euro in drei Jahren.

- Zinsersparnis, wenn das Land 75% der Schulden übernimmt, bringt 2,5 Mio. Euro jährlich. Aber die Stadt Lüneburg bekommt bei ihrem Zukunftsvertrag nur 70 statt 97 Mio. Schuldenerlass ! Das heißt, dass wir uns auf die 75% nicht verlassen können. Daher sollten nur 1,5 Mio. Euro einkalkuliert werden!

- Um die fehlende 1 Mio. € auszugleichen, sollte die Kreisumlage, die Samtgemeinden bzw. die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben, um mindestens eine Mio. Euro erhöht werden.

Dieses Geld könnten die Kommunen durch die Erhöhung der Grundsteuer um 50 Punkte, nicht Prozente, wieder ausgleichen, Dies würde für jeden Grundstücksbesitzer eine Erhöhung um rund 5 Euro pro Monat bedeuten, also eine Schachtel Zigaretten oder ein Pfund Kaffee. Sind wir dazu bereit?

Regiogeld: Die Informationsbasis

WIR BITTEN UM EURE MITHILFE:

Welche Erzeuger im Landkreis gibt es? – Unterstützt uns beim Zusammentragen unserer Ressourcen!

Die Arbeitsgruppe “Regiogeld” von DAN-KE und wendepunktzukunft.org will durch die Einführung eines einfachen Gutscheinsystems die Produktionswirtschaft für die alltägliche Versorgung innerhalb des Landkreises stärken. Ziele sind

  • die Schaffung und Unterstützung von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, was den Erzeugern eine verlässlichere Basis gibt als die Abhängigkeit von Großhandel und Weltmarktpreisen
  • die (Mit-)Entwicklung einer optimalen Verteilung an die verschiedenen “Marktplätze” (Läden und sonstige Verteilstationen)
  • das Aufspüren von bisher ungenutzten Ressourcen einerseits und Angebotslücken andererseits, die wir sinnvoll füllen können
  • den Landkreis widerstandsfähiger für Krisenzeiten zu machen (Stichwort “Resilienz”)

Als Basis wollen wir eine Liste aller Erzeuger des täglichen Bedarfs im Landkreis zusammenstellen. Hier gibt es viele kleine Produzenten hochwertiger Lebensmittel, von denen man oft nur durch Zufall erfährt – deshalb brauchen wir eure Unterstützung.

Wo sitzen im Landkreis die Bauern und Gärtner, die ihr leckeres Gemüse, Obst, Kräuter u.a. direkt verkaufen (wollen)?

Wo sitzen die kleinen Erzeuger von weiterveredelten Genüssen wie Käse, Joghurt, Butter, Quark – oder auch Tofu? Wo verstecken sich kleine Backstuben, die auch ab Backofen verkaufen und/oder weitere Absatzwege suchen? Wo gibt es Fleisch und Wurst von glücklich aufgezogenen Tieren oder gar ein Suppenhuhn, das versonnen in der Erde scharren durfte?

Was sind eure Lieblingsproduzenten und Geheimtipps – denen ihr dennoch eine größere Verbreitung wünscht?

Qualitativ freuen wir uns über Bio-Anbieter, aber wir wissen auch, dass Bio-Zertifizierungen teuer sind und manches schwer in reiner Bioqualität herzustellen ist. Da die Wege im Landkreis kurz sind, bauen wir hier auf Qualität durch Vertrauen und nehmen gerne auch gute Produkte ohne offizielles Biosiegel in die Liste mit auf.

Am hilfreichsten sind eure Tipps, wenn sie folgendes umfassen:

  • Name, Adresse, Kontaktdaten
  • Produkte, Qualität (bio zertifiziert / praktisch bio aber nicht zertifiziert / konventionell)
  • Eure persönliche Kurzbeschreibung / Empfehlung des Angebots

Bitte sendet eure Tipps an: mitmachen[at]wendepunktzukunft.org

Wir setzen uns dann mit den Anbietern in Verbindung und klären, ob sie an einer Vernetzung und Veröffentlichung sowie an der Teilnahme an einem Regiogeldsystem interessiert sind.

DAN-KE!

Regiogeld – was ist das und was bringt es für unseren Landkreis?

Regiogeld ist eine Art Gutscheinsystem, mit der Waren und Dienstleistungen in einer festgelegten Region getauscht werden können – unter den Anbietern und Kunden, die sich dem System anschließen. In der Regel ist der Regiogutschein eurogedeckt und wird im Kurs 1:1 an den Ausgabestellen eingetauscht.

Entscheidend ist: Das Gutschein- oder Geldsystem ist zinslos und enthält somit keinen Anreiz, es anzusammeln und damit dem Wirtschaftskreislauf zu entziehen. Im Gegenteil haben viele dieser alternativen Systeme sogar einen gewissen Wertverlust mit eingebaut, der als Anreiz dient, das Alternativgeld möglichst schnell wieder auszugeben – und damit den Wirtschaftskreislauf einer Region in Schwung zu halten.

Ein solches Regio-Gutscheinsystem stärkt Wirtschaft und Sozialsystem einer Region auf verschiedene Weise:

  • Die Nutzung des Regio beim Einkauf führt dazu, dass das “Geld” in der Region bleibt und verstärkt die Nachfrage nach regionalen Angeboten. Die Wertschöpfung vor Ort wird verstärkt, die Entwicklung neuer Angebote, die vorher “importiert” wurden, gefördert. Auf diese Weise entstehen engere Bindungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern und mehr bezahlte Arbeit in der Region, es entwickelt sich eine Aufwärtsspirale.
  • Die Trennung von “Produzenten” und “Konsumenten” wird aufgebrochen, im Regio-Gutscheinsystem ist der einzelne Teilnehmer “Prosument”: Er kauft seinen Alltagsbedarf mit dem Regiogeld ein und bietet selbst wiederum Leistungen gegen Regios an, wie in einem Tauschring. So können Menschen wieder aktiv am Wirtschaftskreislauf teilnehmen, die im konventionellen Geldsystem davon ausgeschlossen sind – und tragen auf diese Weise dazu bei, die Region zu stärken.
  • Die Stoffströme, die Waren- und Dienstleistungsflüsse in der Region werden sichtbarer gemacht. Die eigene Wirkmächtigkeit wird bewusster und zeigt sich unmittelbar im wachsenden Handlungs- und Gestaltungsspielraum des Einzelnen. Die enger werdende Verflechtung eines Netzwerks von Prosumenten trägt bei zur Identifikation mit der Region und der ideellen und materiellen Stärkung ihrer Strukturen.
  • Auf diese Weise wird die ganze Region selbständiger, krisenfester, auch unter schwierigen Bedingungen leichter in die Lage versetzt, sich selbst zu versorgen – und darüber hinaus eine wichtige Versorgungsstütze der Ballungsgebiete. Man spricht hierbei von der “Resilienz“, der Widerstandsfähigkeit einer Region.

Es gibt in Deutschland mittlerweile um die 70 Regiogeld-Initiativen. Die älteste startete 2001 in Bremen mit dem Roland; die bekannteste ist wohl der Chiemgauer, der seit 2003 existiert. Im Landkreis Lüneburg wird mit dem Lunar gewirtschaftet, in Hamburg bereitet man die Hansemark vor.

Ein Überblick über verschiedene Systeme ist unter regiogeld.de zu finden.

Ein älteres eindrucksvolles Beispiele ist z.B. das Freigeld von Wörgl, das in den Krisenjahren 1932/33 half, die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in der österreichischen Region wesentlich zu mildern.

Zur selben Zeit entstand in der Schweiz das zinslose Buchgeldsystem des “WIR”, das bis heute existiert und ein Netzwerk von ca. 60.000 kleinen und mittleren Unternehmen umfasst (informative Seite mit Einführungsvideo).

In unserer Regiogeld-Gruppe planen wir für Lüchow-Dannenberg zum Einstieg ein einfaches, Euro-gekoppeltes Gutscheinsystem, das verbunden ist mit einer Bürgerstiftung als Ausgabestelle. Diese wiederum kann mit dem eingetauschten Geld arbeiten und Initiativen vor Ort unterstützen. So kann das Regiogeld auf doppelte Weise zur Stärkung der Region beitragen.

* * *

Auf SWR2 ist ab heute, 5. Juli, eine aktuelle Radiosendung zum Thema zu hören: “Wer regiert das Geld? Margrit Kennedys Kampf für alternative Geldsysteme”.

 

Von den Griechen lernen?

Bei den Griechen kann man derzeit beobachten, wie man sich am eigenen Schopf aus der Misere zieht, wenn man sich auf seine Stärken besinnt. Das Agrikulturvolk, das global Spitzenplätze in der Produktion von Schafskäse, Oliven(öl), Kiwis und Pfirsichen belegt und auch mit vielen weiteren Feldfrüchten aus heimischer Produktion aufwarten kann, schaltet den teuren Zwischenhandel und die importierten Konkurrenzprodukte aus und organisiert via Internet den Direktverkauf (Artikel vom 29.6.12 in Spiegel online).

Ein Blick auf unseren von bäuerlicher Landwirtschaft und kleinen Produktionsstrukturen geprägten Landkreis wirft die Frage auf: Wieviel Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Backwaren usw. mögen wohl von außerhalb in unseren Landkreis importiert und verkauft werden – und damit die heimische Wertschöpfung schmälern? Und wenn diese Nachfrage angeregt würde, würden dann nicht weitere Nischen erschlossen und neue Produkte entwickelt werden?

Genau um dieses Thema kreisen wir gerade mit den Plänen zur Einführung einer Regionalwährung. Die bestehende Stoffströme sichtbar machen kann, die identitäts- und bewusstseinsbildend wirkt und die anregt, brachliegende Ressourcen zu erschließen und auszubauen.

Dazu gehört die Bildung und Weiterentwicklung von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften: Viele im Landkreis verteilte Stationen auf  Höfen, die dort ihre Produkte und die von Partnerbetrieben zur Abholung anbieten. Die Menschen, die sich dort versorgen, sorgen gleichzeitig durch ein vereinbartes Maß an Verbindlichkeit für die nachhaltige Stabilität und Weiterentwicklung  “ihres” Betriebes. Schrittweise befreien wir so unsere Erzeuger vor Ort vom Preisdiktat des Großhandels und durch die globale Spekulation mit Lebensmitteln.

Auch Privatleute könnten so ihre Überschüsse aus dem Garten zu Markte tragen. Dazu alle möglichen Alltagsdienstleistungen, die das Zusammenleben erleichtern und bereichern.

Kommt sicher vielen von euch bekannt vor, Stichwort Tauschring, und auch Ansätze zu einer Regionalwährung hat es bereits gegeben. Manches braucht seine Zeit zu reifen. Aber es wäre dumm, so lange warten, bis uns zentralisierte Strukturen aufgezwungen werden, die regionale Aktivitäten eher erschweren.

Auf geht’s! Vielleicht gibt’s die ersten Äpfel schon in diesem Jahr für Regiogeld zu kaufen. Und wer bringt das Kultprodukt Apfel mit X-Abzeichen auf den Markt?

Gesunde Demokratie in Lüchow-Dannenberg

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist nicht nur, wie auf der Kreistagssitzung gestern festgestellt wurde, der mit den bundesweit meisten Eseln. Einer heutigen Meldung der EJZ ist zu entnehmen, dass die Demokratie in dieser Region im Vergleich zum übrigen Niedersachsen pumperlXund ist: Landesweit nimmt das Interesse der Bevölkerung an aktiver Teilnahme in der Kommunalpolitik signifikant ab. Nicht so in Lüchow-Dannenberg: Der kleinste LK ist Spitzenreiter mit 24,4 Kandidaturen pro 1000 Einwohnern, der nächstfolgende liegt abgeschlagen unter 20, die Schlusslichter krauchen bei 2,4 Kanditaten herum. Weiterlesen

Silberstreif am Horizont – Teil 2

Das Treffen der Initiatoren von DAN21+ mit Landrat Jürgen Schulz heute morgen hat zweifach positiv gestimmt.

Zum einen hat er die Initiative begrüßt und signalisiert, dass seine Verwaltung DAN21+ gerne unterstützen werde.

Zum anderen erklärte er, dass die Verwaltung einen Katalog von Einsparmöglichkeiten identifiziert hätte, mit dem das Haushaltsdefizit ausgeglichen werden könnte. Damit hätte man eine Grundlage für Gespräche mit dem Land, die Bedingungen des Zukunftsvertrags auch über eine Eigenentschuldung, d.h. ohne Fusion erfüllen zu können. Dieser Katalog sei den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags am Freitag präsentiert worden. Die Herausforderung besteht darin, dass Politik und Verwaltung in der Umsetzung zusammenarbeiten.

Gemeinsam geht’s! (Aber dafür braucht es auch weiterhin Druck aus der Bürgerschaft und von der Straße!)

Zukunftskonferenz für Lüchow-Dannenberg: DAN21+

Presseerklärung:

“Wir fahren mit 140 Stundenkilometern im Nebel bei dichtem Verkehr auf der Autobahn. Ohne Nebelscheinwerfer. Ohne Navigationsgerät”, so Boris von dem Bussche (FDP) auf der Kreistagssitzung am 4. Juni zur Fusionsdebatte. Eine Initiative von Unternehmern will den Nebel lichten und unter dem Namen DAN21+ eine Zukunftskonferenz einrichten.

Am Freitag Nachmittag wurde in den Räumen der Artesan GmbH das Konzept erstmalig der Politik vorgestellt. Teilgenommen haben Weiterlesen

Hat der Landrat den Kreistagsbeschluss umgesetzt? Beitrag von THORSTEN HENSEL

Am kommenden Montag muss Landrat Jürgen Schulz Farbe bekennen. Hat er den Kreistagsbeschluss vom 4.6 umgesetzt? Dieser besagte, dass die Verwaltung alles unternehmen soll, um doch noch eine Selbstentschuldung des Landkreises herbeizuführen. Was hat die Verwaltung in den letzen drei Wochen unternommen? Nur Gespräche mit den Landkreisen Lüneburg und Uelzen geführt? Landrat Schulz sagte in der letzen Kreistagssitzung, dass eine Fusion mit Uelzen Einsparungen zwischen 3 und 4 Mio. Euro pro Jahr bringen könnte. Die gleiche Summe könnte auch der Landkreis sparen, wenn er und vor allem die Kreistagsabgeordneten es wollen.
Also Landrat: Gemeinsam gehts!

Lüchow – Dannenberg soll leben!

Wir wollen die Selbstbestimmung der Region erhalten.

Die Region in den Grenzen des Landkreises Lüchow-Dannenberg hat einen vollkommen eigenständigen, unverwechselbaren Charakter, eine eigenständige Kultur und einen eigenwilligen Geist. Die Landschaften Elbtalaue, Gorleben, Höhbeck,Gartower Forst, Nemitzer Heide, Lemgow, Clenzer Schweiz, Drawehn und Göhrde sind unsere Heimat. Weiterlesen

Warum der Kreiserhalt die Region zukunftsfähig macht

Das Buch “Hinterwalden – Berichte eines Dienstes im Wendland 1959–1982″ von August Quis, der im Landkreis in leitender Position in der Bauverwaltung tätig war und sich bereits in den Siebziger Jahren für den Erhalt des Landkreises einsetzte, ist ein richtungsweisendes Zeitdokument, das uns von seinem Sohn Wolfgang Quis zugeleitet wurde. Seine überraschende Aktualität, die Gründe und Perspektiven für einen Kreiserhalt, lohnen, sich dieses äußerst anschauliche und kurzweilige Werk näher anzusehen.

“Als ich in Uelzen war, dachte ich, jetzt hast du es bald geschafft”, so der damalige Landesvorsitzende der niedersächsischen CDU, Wilfried Hasselmann, als er 1973 zur 600-Jahr-Feier von Schnackenburg als Ehrengast mit halbstündiger Verspätung eintraf. “Denkste! Trotz freier Straßen habe ich mehr als anderthalb Stunden gebraucht und ich dachte daran, wie es den Schnackenburgern ginge, wenn sie einmal zur Kreisverwaltung müssen. Solange ich in der Politik etwas zu sagen habe, wird Lüchow Kreissitz bleiben.” Er hielt Wort.

Dem glücklichen Zusammenspiel der vehementen Willensbekundung der Bevölkerung und der Kooperation weitsichtiger Politiker ist es zu verdanken, dass der Landkreis Lüchow-Dannenberg seinerzeit nicht als entlegener Wurmfortsatz des Landkreises Uelzen endete. Maßgeblich gewirkt hat hier August Quis, der 1959 aus dem Raum München in den Landkreis kam, und als Kreisbaurat und schließlich, bis 1982, als Kreisbaudirektor mit großer Hingabe und Gestaltungskraft seinen Dienst an der heimischen Bevölkerung wahrnahm. Mit 39 Jahren hatte der studierte Architekt und umfassend gebildete Humanist seine Lebensaufgabe gefunden, die ihn bis weit über den Renteneintritt hinaus erfüllte. Gezielt hatte er sich dafür diesen Landstrich ausgesucht; mit dem Blick für Natur- und Kulturschätze und wertvolle Ressourcen in einer Zeit der Verstädterung und rücksichtslosen Landausbeutung hatte er sofort den Wert und das Potenzial der Region erkannt. Ähnlich denkende Mitstreiter halfen bei einer zukunftsgerichteten Entwicklung einer Region, die “wie keine andere als Rekreationsraum für den Menschen geeignet“ sei ( Ilse Rauchbach, Bauleitplanung).

Nach dem Krieg war durch die Grenzabriegelung das bisherige Versorgungszentrum Salzwedel für die Bevölkerung weggefallen. Um den Landkreis nicht demografisch ausbluten zu lassen, mussten sehr schnell Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt werden. Die Herausforderung, mit geringen Haushaltsmitteln auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Lösungen zu erarbeiten, gelang August Quis in enger Zusammenarbeit mit engagierten Mitarbeitern und seinen weitsichtigen Vorgesetzten, Oberkreisdirektor Oskar Lübbert und seinem Nachfolger Wilhelm Paasche. In kurzer Zeit bekamen Lüchow und Dannenberg Gymnasien und ein Kreiskrankenhaus. Quis und seinen Mitarbeitern gelang es dadurch, dass die weitaus meisten Facharbeiten in Planung und Architektur selbst geleistet wurden, nicht nur jede Menge Geld zu sparen, sondern sogar noch Einkünfte für den Kreishaushalt zu erzielen. Bei Entwürfen für Baumaßnahmen des Kreises wurde darauf geachtet, eher kleinstrukturierte und damit an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Lösungen zu entwickeln. Dabei wurde zwar mit höherem Personaleinsatz gearbeitet, aber so kamen auch kleinere, einheimische Unternehmer zum Zuge. Letztlich erwies sich diese Strategie meist sogar als kostengünstiger und es blieb mehr Geld im Landkreis, der “innerregionale Nutzen war größer”.

Eine Wende dieser nachhaltigen Politik trat ein, als der Landkreis als Endlager für Atommüll, zwischenzeitlich auch als Standort für eine Wiederaufarbeitungsanlage gigantischen Ausmaßes ins Auge gefasst wurde. Die Gorleben-Gelder sorgten dafür, dass die Augen der Kreispolitiker “mit Geldscheinen verklebt” wurden (Ernst Schulz, Fraktionsvorsitzender der Deutschen Partei). August Quis, der mit großer Umsicht und systemischem Denken in einer Zeit, als dieser Begriff noch nicht zum allgemeinen Wortschatz gehörte, klug und nachhaltig gewirtschaftet hatte, musste mitansehen, wie die Kreispolitik die frischen Gelder zum Fenster hinauswarf. So wurde das neue Kreishaus, nach Einschätzung von Quis, nicht nur um 6 Mio. DM zu teuer, sondern produzierte durch Fehlplanungen im weiteren Betrieb auch hohe und vermeidbare Folgekosten.

Es kann als Ironie der Geschichte gesehen werden, dass der spätere Vorstandsvorsitzende der DWK (Deutsche Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen) Salander bemerkte, die DWK müsse dem Widerstand dankbar sein, dass er sie durch die Verhinderung der Wiederaufarbeitungsanlage vor einer gigantischen Fehlinvestition bewahrt habe.

Der Widerstand gegen die Nutzung des Landkreises als Atommülllager und damit das Engagement für die Bewahrung der natürlichen Ressourcen der Region darf getrost als ein wesentlicher Standortfaktor dieses Landkreises angesehen werden. Insbesondere steht das Wendland wie kaum eine andere ländliche Region für eine “Kultur des Alltags” (niedergelegt im “Bussauer Manifest” von 1975, das dem Buch beigefügt ist), “wie sie sich nur über Jahrhunderte zu entwickeln vermag: In bodenständiger Baukunst, in der Qualität von Gebrauchsgegenständen, in Volkskunst, Religiosität und einer über Generationen gestalteten Landschaft.”

Ein weiterer Standortfaktur sind die Naturschätze der Region, die in dieser Dichte und landschaftlichen Vielgestaltigkeit ihresgleichen suchen und über die der große Förderer des Naturparks Lüneburger Heide Dr. h. c. Töpfer vor Ort bekannte, dies sei der “schönste und attraktivste Naturpark, den er gesehen habe” – ein Erbe und eine Ressource, die die aktuelle Kreispolitik für kurzfristige Sparmaßnahmen soeben auf die Streichliste gesetzt hat.

Der weitsichtige August Quis strich bereits vor Jahrzehnten heraus, dass die große Chance für den Landkreis darin besteht, die vielfältigen Angebote in Kultur und Naturerlebnis sinnvoll miteinander zu vernetzen und das Potenzial als “Rekreationsraum” für Zuwanderer ebenso wie für Besucher besser auszuschöpfen. Daran, dass dies viel besser gelingen kann, wenn der Landkreis als Verwaltungseinheit belassen bleibt, ließ er keinen Zweifel: Die drei Kleinstädte Lüchow, Dannenberg und Hitzacker fungieren gemeinsam wie ein Mittelzentrum, das eine breite Palette an Angeboten für die Bevölkerung wie auch für Besucher abdeckt und bietet erst zusammengenommen die breite Fülle an Ressourcen, die einander ideal ergänzen und für Erholungssuchende keine Wünsche offen lassen.

Auch die ansässigen Unternehmen profitieren von der hohen Lebensqualität: Die Firma SKF beispielsweise, die sich durch einen glücklichen Zufall in den frühen 60er Jahren entschied, hier zu produzieren, musste ihre Standortwahl nie bereuen. Die Mitarbeiter waren weniger krank als an anderen Standorten, dazu “lernwilliger und werkstreuer. Sie erbrachten Leistungen, die weit über dem Durchschnitt standen”. Das führte dazu, dass das Werk Lüchow um 1970 grundlegend modernisiert wurde, während ein Werk im Saarland mit 400–500 Arbeitsplätzen geschlossen wurde.

All diese Qualitäten sind ideale Basis für ein Standortmarketing – um Menschen als Neubürger zu gewinnen, für ein Leben und Arbeiten unter Qualitäten die woanders längst verloren gegangen sind, von deren Wiedergewinnung aber viel für die weitere Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft, ja des Lebens auf diesem Planeten abhängt. Die jetzige überschaubare Größe des Landkreises böte den idealen Rahmen für ein prägnantes Profil nach außen und für die Einrichtung einer konzentrierten Modellregion, in der die vielen einzelnen Kräfte gut vernetzt an kreativen Lösungen arbeiten.

Das demographische Schreckgespenst – das gebetsmühlenhaft wiederholte und fast alleinige Argument, die absehbar schrumpfende Bevölkerung werde dem Landkreis die Überlebensgrundlage nehmen, kann nur Einladung zur Widerlegung sein durch das, was viele in diesem Landkreis täglich erleben, wie gerade wieder bei der Kulturellen Landpartie. “Wir wollen von euch leben lernen”, so wörtlich ein ansiedlungswilliger Besucher auf dem Hof der Lufts in Weitsche. Jetzt schon ist die Zuzugsrate höher gegenüber der Zahl der Menschen, die den Landkreis verlassen. In Zeiten, in denen zunehmend auch Angestellte dezentral arbeiten können und in denen Ausbildungen wichtiger werden, die Kreativität, selbständiges Lernen und vielfältige Praxiserfahrung ins Zentrum rücken, bietet die Region mit der Akademie für erneuerbare Energien und einem kreativ-handwerklichen Umfeld von Neu Darchau bis Schnackenburg und von Bergen bis Hitzacker einen fruchtbaren Nährboden, der nur darauf wartet, beackert zu werden.

Ansätze visionärer Ideen werden in diesen Tagen allerdings schnell – zu schnell? – als nicht gesetzeskonform und damit aussichtslos abgeurteilt, wenn sie nicht den üblichen Schienen folgen. August Quis bewies vielfach, im regionalen Maßstab wie auch im persönlichen Einzelfall, dass auch im Rahmen bestehender Gesetze immer Wege zugunsten der Interessen der Menschen gangbar sind. Einer seiner Lehrmeister in Rechtsfindung, der Regierungsrat Hemmel aus Fürstenfeldbruck, sagte: “Zuerst frage ich immer nach dem gesunden Menschenverstand, dann erst suche ich die gesetzlichen Bestimmungen, die meine Ansicht stützen.” Sein Chef Oskar Lübbert bestärkte ihn in dieser Leitidee des Dienstes am Bürger: “Sie werden wohl noch zwischen Gesetzen, Verordnungen, Ministerialerlassen und Richtlinien unterscheiden können?” Quis konnte – und er schöpfte seinen Handlungsspielraum zugunsten der Interessen der Bürger und der Entwicklung der Region voll aus, scheute sich auch nicht, ihn manchmal, entsprechend dem gesunden Menschenverstand etwas auszudehnen.

Gute Beziehungen zu Politikern auf Landesebene, die sich oft vor Ort von den Vorzügen der Region überzeugen ließen, machten gesetzliche Regelungen möglich, die dem Landkreis sehr zugute kamen. So kam unter dem Ministerpräsidenten Niedersachsens Georg Diederichs im Zuge einer Gemeindereform ein Gesetz zustande, das hinter vorgehaltener Hand “Lex Lüchow-Dannenberg” genannt wurde. Jede Gemeinde unter 500 Einwohnern wurde für die finanziellen Zuwendungen vom Land so gestellt, als ob sie 500 Einwohner hätte. Als Region mit den weitaus meisten Kleinstgemeinden im Land profitierte der Landkreis in besonderem Maße von dieser Neuregelung. Und Georg Diederichs, der Kenner des Wendlands, hatte sein Ziel, dem benachteiligten Landstrich wirksam zu helfen, erreicht.

“Keine Idee kann verrückt genug sein, als dass sie für die Überlebensfähigkeit dieses so schwer benachteiligten Landkreises nicht ins Auge gefasst werden müsste”, erklärte der Landesplaner Dr. Dietrich bereits Anfang der 60er Jahre auf einem Besuch anlässlich der Planung der Elbuferstraße. Es war damals schier undenkbar, die Straße nicht einfach unten am Elbufer entlang zu bauen, sondern oben auf den Kamm des Steilufers zu verlegen, wo sie für Ausflügler eine besondere Attraktion darstellen würde. Über Bestimmungen, welchen Steigungswinkel Kreisstraßen maximal einzuhalten hätten, setzte sich Quis mit Verve hinweg: “Das lassen Sie ruhig meine Sorge sein. Wenn die Laster wegbleiben, ist dies umso besser, das ist eine Ausflugsstraße.”

Mit dieser und unzähligen weiteren Aktivitäten, in denen er die Verantwortung für die Bürger seines Landkreises an die erste Stelle setzte, vertiefte August Quis den bestehenden Reichtum des Wendlandes. Sein wunderbar unterhaltsames Buch voller Anekdoten ist eine einzige Aufforderung, dieses Erbe nicht zu verspielen, sondern beherzt zu ergreifen und weiterzuentwickeln. Mit einem lebendigen Gefühl für die Werte und die Lebensqualität dieses Landstriches eine gemeinsame Vision zu entwickeln und in vielen gut koordinierten Schritten engagierter Bürger zusammen mit ihren Vertretern in der Politik und Dienstleistern in der Verwaltung zu realisieren.

Um diese Inspirationsquelle zu verbreiten und die Vision für diesen Landkreis weiter anzufachen, wollen wir in nächster Zeit Lesungen veranstalten, mit eindrücklichen Episoden aus “Hinterwalden” und Gesprächsrunden mit Menschen, die das Wirken von August Quis noch miterlebt haben. Wir halten euch auf dem Laufenden. Stay tuned – bleibt am Ball!

 

Strategiepapier zum Erhalt des Landkreises von 1974 (AUGUST QUIS)

Nach einem Vortrag vor dem Planungsausschuß des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) über die Probleme des Landkreises Lüchow-Dannenberg im Jahre 1972 sagte Professor Klaus Schäfer: “Beinahe bin ich überzeugt von der Notwendigkeit der Erhaltung des Landkreises. Wie sieht nun Ihre Strategie zur Erhaltung des Landkreises aus? Denn Sie haben gegen alle Reformplaner anzutreten.” Weiterlesen

Die Entleerung des Raumes und die Ortsplanung – Beitrag von AUGUST QUIS

Das Land Niedersachsen wollte entsprechend dem Prognos-Gutachten Ernst machen mit dem Klotzen und das Kleckern ausschalten. Jede Gemeinde bekam daher bestimmte Entwicklungsziele zugewiesen. Die Funktionszuweisung erfolgte durch das Regionale Raumordnungsprogramm der Bezirksregierungen. Gewerbeansiedlung und Wohnen blieb fast ausschließlich den zentralen Orten vorbehalten. Auch die Funktion Fremdenverkehr sollte auf die größeren Orte beschränkt werden. Weiterlesen

Danke – ein Beitrag von Silvia Meurer und Detlev Kober

Liebe Simone, lieber Thorsten, Albrecht und Jürgen,

herzlichen Dank für Eure Initiative, den unermüdlichen Einsatz und riesiggroßes Engagement, super Ideen und erfolgreiche Umsetzung!

Albrecht, Du warst großartig auf dem Podium – super gelungen!

Eine tolles KreiserhaltsDEMOKRATIEfest, in so kurzer Zeit organisiert. Hut ab!

Herzlich,

Detlef und Silvia

 

 

Lösungsvorschlag Ausbildungskurse Altenpflege – ein Beitrag von OLAF SCHÖLLHORN

Dem Landkreis wird vom Land der bevorstehende demografische Wandel als Damoklesschwert vor die Nase gehalten.

Lasst uns die Krise als Chance verstehen und Lüchow-Dannenberg zum Florida Deutschlands machen.
Jeder Renteneuro der im Landkreis bleibt ist ein Stück Kaufkraft, die zu Steuereinnahmen und Beschäftigung führt. Weiterlesen

Presseerklärung – Gute Bürgerbeteiligung beim 1. kreiserhaltsDEMOkratiefest!

Viele Lüchow-Dannenberger haben auf dem sehr gut gefüllten Lüchower Marktplatz nicht nur zugehört, sondern zahlreiche Ideen zusammengetragen. Inspiriert wurden die Teilnehmer des Fests von Andreas Schlüter, Britta Kärner, Stephan Wichert von Holten, und Elke Meyer Hoos.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Nemitzer Heidekönigin Sarah Lüngen und Stefan Hallberg mit seinem Wendlandlied. Weiterlesen

Konstruktive Lösungen – morgen ab 14h in Lüchow auf dem Marktplatz!

Morgen früh erscheint in der Elbe Jeetzel Zeitung eine ganzseitige Anzeige, die ihr auch hier runterladen könnt. In dieser Anzeige werden fünf konstruktive Lösungsvorschläge gemacht, die morgen auf dem Marktplatz diskutiert werden sollen:

Lösungsvorschlag Nr. 1: Sonderausschuss Kreiserhalt

Lösungsvorschlag Nr. 2: Finanzierung des Sozialwesens

Lösungsvorschlag Nr. 3: Wirtschaftsstandort Wendland

Lösungsvorschlag Nr. 4: Bürgerstiftung Lüchow-Dannenberg

Lösungsvorschlag Nr. 5: Zukunftskonferenz DAN21

Konstruktiver Lösungsvorschlag #5: ZUKUNFTSKONFERENZ DAN21+

Die Identität des Landkreises Lüchow-Dannenberg steht auf dem Spiel.

Die von Heiner Geisler moderierte Konferenz zu Stuttgart 21 war gut – aber sie kam zu spät.

In Lüchow-Dannenberg ist es noch nicht zu spät.

Wir wollen eine Zukunftskonferenz mit externen Moderatoren und Experten.

Diese Zukunftskonferenz soll ein Forum sein, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sich wirksam einbringen können. Die Ergebnisse dieser Zukunftskonferenz sollen für die Verwaltung bindend sein.

Konstruktiver Lösungsvorschlag #4: BÜRGERSTIFTUNG LÜCHOW-DANNENBERG

Eine Bürgerstiftung

  • ist eine Selbstorganisation von Bürgern für Bürger.
  • setzt sich fördernd und operativ für das lokale Gemeinwohl ein.
  • schützt Gemeingüter vor Privatisierung.
  • finanziert Gemeingüter, die öffentlichen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

Mehr zum Erfolg und der Wirkungsweise von Bürgerstiftungen auf Wikipedia.

Konstruktiver Lösungsvorschlag #3: WIRTSCHAFTSSTANDORT WENDLAND

Der Wirtschaftsstandort Lüchow-Dannenberg soll bekannter werden.
Es gibt hier bereits:

  • die Akademie für erneuerbare Energien
  • das EMT-Netzwerk (Energieeffizienz, Materialfluss, Technologietransfer), ein schlagkräftiger Unternehmensverbund
  • kreative, gut ausgebildete Menschen mit Pioniergeist

Wir brauchen:

  • eine offene und konstruktive Wirtschaftslandschaft für Kreativ- und Kulturunternehmer
  • einen Grasswurzel-Wirtschaftsrat, der kleine und mittelständische Unternehmen überzeugt, sich im Landkreis anzusiedeln
  • die Vernetzung von Kompetenzen
  • ein „Silicon Valley“ für dezentrale und erneuer- bare Energietechnologien

Konstruktiver Lösungsvorschlag #2: FINANZIERUNG DES SOZIALWESENS

Aufgrund von Landes- bzw. Bundesgesetzen müssen in Lüchow-Dannenberg € 46 Mio für Sozialleistungen aufgewendet werden – wir erhalten aber nur € 26 Mio aus Zuwendungen für soziale Hilfen vom Land.

Unser Vorschlag:

Der Kreistag gibt ein Rechtsgutachten in Auftrag, um die Zulässigkeit der Lasten- verteilung zwischen Bund, Land und Kommunen zu klären, insbesondere weil die jetzige Landesregierung in der Landesverfassung ein Neuverschuldungsverbot für die Kommunen verankern will.

Konstruktiver Lösungsvorschlag #1: SONDERAUSSCHUSS KREISERHALT

Landrat und Samtgemeindebürgermeister haben es bisher nicht geschafft, konstruktiv und in Zusammenarbeit Lösungen für eine Eigenent- schuldung zu entwickeln.
Im Kreistag soll ein Sonderausschuss eingerichtet werden, der mit Abgeordneten und Vertretern der Zivilgesellschaft besetzt wird. Er soll

  • neue Gespräche zwischen den Verwaltungen des Kreises und der Samtgemeinden moderieren, um Kooperationsvereinbarungen zu beschließen.
  • in Gesprächen mit Kreisverwaltung und Samt- gemeinden Einsparmöglichkeiten erörtern.
  • die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zusammentragen und auswerten.

Der Sonderausschuss soll öffentlich tagen. Alle Protokolle sind unmittelbar zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen.

HALD – Presseerklärung (Heimatkundlicher Arbeitskreis Lüchow-Dannenberg)

Rettet das Wendland!

Die geplante Fusion des Landkreises Lüchow-Dannenberg mit einem oder beiden Nachbarkreisen ist kaum Chance, sondern eher Risiko. Sie verringert nicht nur die Identifikation der Bürger mit der reichhaltigen und lebendigen Kultur- und Geschichtslandschaft ihrer Heimat, dem Hannoverschen Wendland, sie wird überdies zur Gefahr, weil sie die Einrichtungen zur Daseinsvorsorge ebenso wie die ohnehin schon eingeschränkte Unterstützung der kulturellen Angebote weiter abbauen und die Infrastruktur ausdünnen wird. Weiterlesen

Presseerklärung kreiserhaltsDEMOkratiefest

PRESSEERKLÄRUNG

Kommenden Samstag, den 2. Juni, 14h, veranstalten Initiatoren um den Verein Wendepunktzukunft auf dem Marktplatz in Lüchow ein “kreiserhaltsDEMOkratiefest” (eine Kundgebung/Demonstration) für den Erhalt des Landkreises Lüchow-Dannenberg.

Hintergrund der Demonstration ist die Kreistagssitzung am folgenden Montag, den 4. Juni. Laut Beschlussvorlage soll der Kreistag dem Landrat den Auftrag erteilen, Fusionsverhandlungen mit den Nachbarkreisen aufzunehmen.

Lüchow-Dannenberger Bürgerinteressen werden aber in einem Großkreis untergehen. Statt einer bürgernahen Verwaltung kommen weite Fahrtwege auf uns zu – und auf unsere Kinder! Eine den strukturellen Bedürfnissen der Region angemessene Wirtschaftspolitik wäre Geschichte. Und der Brennpunkt “Gorleben” würde ein Randthema werden. Weiterlesen

Kreistagssitzung: Einwohnerfragestunde erst NACH dem Zukunftsvertrag – Beitrag von THORSTEN HENSEL

heute steht in der EJZ die Tagesordnung für die Kreistagssitzung geschrieben:

Die Einwohnerfragestunde soll erst gegen 16 Uhr NACH der Beratung des Zukunftsvertrages stattfinden.
So bekommen wir kein Rederecht. Dies ist absolut undemokratisch!!!

Ich bitte alle solidarischen Kreistagsmitglieder, eine Änderung der Tagesordnung im Kreistag zu fordern, damit die Bürger Innen Ihr Rederecht bekommen.

Schützenhilfe für den Landrat vom Innenministerium

Per Schreiben vom 24.5. gibt das Innenministerium eine “Zwischennachricht” bzgl. des Eigenentschuldungsantrag, der im September 2011 gestellt wurde. Darin wird festgestellt, “dass die Bedingungen für eine Eigenentschuldung zur Zeit nicht erfüllt sind.” Dies wird insbesondere damit begründet, dass der Landkreis eine negative “bilanzielle Nettoposition” aufweist Weiterlesen

Einladung zur Podiumsdiskussion am 1. Juni

Der Landrat hat mich zu einer Podiumsdiskussion am 1. Juni um 19h im Verdo in Hitzacker eingeladen. Überschrift ist “Dan muß bleiben?”. Abgesehen von dem Fragezeichen kann ich mich mit dem Titel der Veranstaltung sehr anfreunden. Meine Fragen an Euch sind:
- Was haltet ihr von den anderen Eingeladenen?
- Welche Positionen werden sie vertreten?
- Auf welche Angriffe sollte ich mich gefasst machen?
- Welche Positionen sollte ich vertreten?
- Worauf sollte ich mich in der Argumentation fokussieren?

Die anderen Teilnehmer sind: Bernd Häusler (Nieders. Innenministerium), Klaus-Peter Dehde (KTA – Fraktionsvorsitz SPD, Gruppe X), Jürgen Meyer (Samtgemeindebürgermeister Dannenberg, Elbtalaue), Markus Maul, Henning Harms, Udo Sperling (Bürgermeister Jameln, UWG), Christian Herr, Albrecht von Sydow, Sascha Liwke, Peter Kopp, Karsten Schulz.

Für den Landkreis!

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Pressemitteilung der SOLI-Kreistagsfraktion – Beitrag von KURT HERZOG

SOLI: Landkreis erhalten und nicht mit fadenscheinigen Beschlüssen kaputtmachen!

Die SOLI-Kreistagsfraktion unterstützt ausdrücklich die Bemühungen von Bürgerinnen und Bürgern zum Erhalt des Landkreises. „Der Landrat sollte die Kreistagssitzung am 4. Juni absagen, um endlich einen offenen Dialog mit den Einwohnern Lüchow-Dannenbergs zu beginnen über die Zukunft des Landkreises“, forderte der Fraktionsvorsitzende Kurt Herzog. Eine einzige Podiumsdiskussion am 1.6., zu der noch nicht einmal eingeladen wurde, reiche nicht aus. Weiterlesen

Die Grasswurzler sind da – aus der TAZ

Annette Jensen kommentiert heute in der TAZ den grassierenden Trend zur Dezentralisierung und Rekommunalisierung von Infrastrukturen und Verwaltungen. Erstaunlich, dass gegen diesen Trend ausgerechnet Lüchow-Dannenberg, die Gegend mit der höchsten Dichte an kreativ und fortschrittlich denkenden Menschen, sich scheinbar ohne Widerstand den Zentralisierungszwängen der (noch) herrschenden Systemlogik beugt.

Preisgekrönter Lösungsvorschlag aus dem Wendland

Preisgekrönter Lösungsvorschlag der kommunalen Hauptprobleme: hohe Verschuldung, Bürokratie-Dschungel, hohe Ausgaben für Sozialhilfe – aus dem Wendland!

hallo Webmeister, hallo Sebastian,

für die “Lösungen”-Seite möchte ich auf diesen alten EJZ-Artikel vom 12.02.2003. Hier auch zum runterladen.

Nils Dreyer (1978), Sohn der Stadt Simander, hat im Rahmen seines Studiums an der Uni Witten-Herdecke ein innovatives Konzept für die Sanierung von Kommunen erarbeitet. Elemente davon lassen sich aufs Wendland übertragen – insbesondere der Ansatz zur Entschuldung. Weiterlesen

Taktik des Landrats & Beschlussvorlage für den 4. Juni

Die Beschlussvorlage des Landrats für den 4. Juni kann jetzt hier runtergeladen werden. Sie ist Grundlage für den deprimierenden Artikel, den Rouven Groß heute in der Elbe Jeetzel Zeitung veröffentlicht hat. In dem Artikel kommt der Landrat Jürgen Schulz doch etwas anders rüber als im persönlichen Gespräch mit mir. Weiterlesen

Ein Lösungsvorschlag von HANS-JÖRG SCHLICHTE

Wir brauchen ein angemessenes kommunales Insolvenzrecht zugunsten des Schuldners!

In der öffentlichen Meinung werden die derzeitige Schwierigkeiten der Kommunen als Schuldenproblem dargestellt und damit im Falle Lüchow-Dannenbeg die Notwendigkeit einer Landkreisauflösung. Geflissentlich wird dabei die andere Seite des Schuldenproblems übersehen: Das Geldvermögen. Weiterlesen